Editorial
Die Strasse als Bühne

In den 1960er Jahren wurde Bern zur Stadt der Nonkonformist/innen und der Kleinkunst. Hinter den historischen Kulissen der Altstadt blühte eine bunte Kleintheaterszene, in den Kellergewölben und Beizen wurde debattiert, kritisiert und die Welt neu erfunden. Noch heute ist die Stadt Bern ein Schmelztiegel der Kultur. Neue Orte wie die Reitschule oder der Progr haben die alten abgelöst. Doch Dreh- und Angelpunkt ist immer noch die Altstadt.
Im Sommer zieht es die Kultur an die frische Luft, die Gassen werden zur Bühne. Am Buskers-Festival verzaubern Künstler/innen aus der ganzenWelt die Daheimgebliebenen und die Gäste. Es ist ein Festival der leisen Töne, der feinen Ironie und der Lebenslust. Es lebt von den »Buskers« und ihren Talenten, vom engagierten OK und seinen unzähligen Helfer/innen, vom schönen Wetter und von all jenen, die begeistert zuhören und die Kunst unterstützen – mit Bändelikauf und Hutgeld natürlich, wie jedes Jahr!

Regula Rytz
Gemeinderätin / Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün